Aufbau und Inhalt

NEPS-Studie „Schule, Ausbildung und Beruf“

Seit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Schule verlassen haben, werden die Befragungen in regelmäßigen Abständen telefonisch und online durchgeführt. Wir interessieren uns besonders für die Erfahrungen der jungen Erwachsenen bei der Ausbildungs- oder der Studienplatzsuche:

Welche Faktoren spielen eine Rolle bei ihrer Entscheidung für einen bestimmten Ausbildungsberuf oder einen bestimmten Studiengang?

Wer unterstützt sie bei der Suche nach einem geeigneten Platz?


Außerdem möchten wir von ihnen wissen, wie zufrieden sie mit ihrer berufsvorbereitenden Maßnahme, ihrer Berufsausbildung oder ihrem Studium sind. Steht der Eintritt in den Arbeitsmarkt an, interessieren uns auch hier die persönlichen Erfahrungen der Befragten:

Wie erleben sie den Übergang in den Arbeitsmarkt?

Wer unterstützt sie dabei?

Wie erleben sie die ersten Jahre des Erwerbslebens?

Wie entwickelt sich ihr beruflicher Werdegang über die Jahre hinweg weiter?


Schließlich gibt es noch Fragen zu ihrem Lebensalltag, zu ihrer Freizeit, dazu, ob sie eine Partnerin oder einen Partner haben, ob sie noch bei den Eltern wohnen und zu vielen weiteren interessanten Themen. In regelmäßigen Abständen werden ergänzend zu den Befragungen spezielle Erhebungen durchgeführt, in denen wir die Befragten bitten, Aufgabenhefte aus den Bereichen Lesen, Rechnen, Computerwissen und Naturwissenschaften zu bearbeiten. Erst all diese Informationen zusammen ergeben ein vollständiges Bild, das es ermöglicht, Bildungsverläufe und Kompetenzentwicklung zu verstehen.

Die NEPS-Studie ermöglicht es zum ersten Mal, Bildung in Deutschland über die ganze Lebensspanne hinweg zu betrachten. Zu diesem Zweck werden dieselben Personen mehrmals an verschiedenen Stationen ihres Bildungsweges befragt und ihre Kompetenzen in verschiedenen Bereichen erhoben. Dadurch können stabile Zustände, aber auch Veränderungen über die Zeit, wie beispielsweise Interessen- und Kompetenzentwicklungen, beobachtet werden. Damit wird es auch möglich, bestimmte Ereignisse – wie zum Beispiel den Wechsel einer Schulform oder der Übergang von der Schule in die Erwerbstätigkeit– genauer zu analysieren oder zu untersuchen und welche Konsequenzen mit ihnen verbunden sind. Neben den wiederholten Befragungen zeichnet sich die NEPS-Studie auch dadurch aus, dass unterschiedliche Befragungsmethoden zum Einsatz kommen.