Ziele

der NEPS-Studie zur Reform der gymnasialen Oberstufe in Thüringen

Im Schuljahr 2010/2011erwarben Schülerinnen und Schüler in Thüringen, die erstmalig die gymnasiale Oberstufe nach den neuen Regelungen durchlaufen haben, ihr Abitur. Durch die Reform sollten einerseits die Allgemeinbildung, die naturwissenschaftlich-technische Bildung und die Sprachenbildung gestärkt werden, indem eine stärkere Belegpflicht für naturwissenschaftliche und sprachliche Fächer eingeführt wurde. Andererseits wurden Wahlmöglichkeiten geschaffen bzw. erweitert, durch die ein individualisiertes Lernen gefördert werden soll. Wie bei jeder wichtigen Reform soll untersucht werden, in welchem Maße die Reform ihre Ziele erreicht. Finden sich die angestrebten Veränderungen? Gibt es Aspekte, bei denen die Reform (noch) nicht den gewünschten Erfolg zeigt? Wie stark ändert sich durch eine Reform des Abiturs das Spektrum an Wissen und Können der betroffenen Schülerinnen und Schüler? Wie „ähnlich“ sind sich Abiturientinnen und Abiturienten, die vor oder nach einer Reform das Abitur erworben haben? Die NEPS-Studie in Thüringen soll demnach unter anderem Antworten auf folgende Fragen geben:

Welche Auswirkungen hat die Reform auf die Kompetenzen in den Fächern Mathematik, Englisch und den Naturwissenschaften?

Welche Akzeptanz findet die neue Struktur der gymnasialen Oberstufe bei Schülerinnen und Schülern sowie bei Lehrerinnen und Lehrern, und welche Effekte sind im Hinblick auf die Selbstsicht und die Interessenentwicklung der Schülerinnen und Schüler sowie deren Studienpläne zu beobachten?

Betreffen die Auswirkungen alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen oder gibt es bestimmte Schülergruppen, bei denen sich spezifische Auswirkungen zeigen?

Wie groß ist die Belastung der Schülerinnen und Schüler in der alten und neuen Oberstufe?

Welche Auswirkungen hat die Struktur der Oberstufe auf die Freizeitaktivitäten der Schülerinnen und Schüler?