Ablauf

der NEPS-Studie zur Reform der gymnasialen Oberstufe in Thüringen

Die Studie zur Reform der gymnasialen Oberstufe in Thüringen wurde an 32 Schulen, die in einem Zufallsverfahren ausgwählt wurden, zu zwei Erhebungszeiträumen durchgeführt. Im Januar 2010 wurden alle Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe getestet und befragt, die nach der „alten“ Regelung; im Januar 2011 folgte die Befragung derjenigen Schülerinnen und Schüler, die nach der „neuen“ Regelung ihr Abitur ablegten. Die Erhebung fand an einem Vormittag in der Schule statt und dauerte ca. sechs Schulstunden. Schülerinnen und Schüler, die nicht an der Studie zur Reform der gymnasialen Oberstufe in Thüringen teilnahmen, wurden in dieser Zeit selbstverständlich schulisch betreut.
Im Einzelnen wurden in den Schülererhebungen Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Bereichen Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften betrachtet. Darüber hinaus wurden in einem Fragebogen demografische Angaben (wie Alter, Geschlecht, Herkunftsland und Muttersprache) sowie Auskünfte zu Interessen und Freizeitaktivitäten der Schülerinnen und Schüler erbeten. Auch wurden Fragen zum Unterricht, zum Klassenklima und zum Lernen gestellt. Ein weiterer Themenbereich war der familiäre Hintergrund aus Sicht der Schülerinnen und Schüler. Abschließend wurden Informationen zur Gesundheit und Zufriedenheit der Schülerinnen und Schüler erfragt. Die Schülererhebungen wurden an den jeweiligen Schulen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des mit der Datenerhebung beauftragten Instituts IEA Hamburg durchgeführt. Weder die Lehrkräfte noch die Schulleitung erhielten damit Einsicht in die Befragungs- und Testergebnisse und die Ergebnisse hatten selbstverständlich keinen Einfluss auf die Noten der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Um einen umfassenden Einblick in die Lernumwelt der Schülerinnen und Schüler zu erhalten, wurden auch die Lehrerinnen und Lehrer in die Befragungen eingebunden. Neben Auskünften zur eigenen Unterrichtsgestaltung wurden die Lehrkräfte auch um eine Einschätzung der von ihnen unterrichteten Kurse gebeten. Als wichtiger Bestandteil der Studie zur Reform der gymnasialen Oberstufe war auch eine Befragung der Eltern vorgesehen, um ergänzend zu den Angaben im Schülerfragebogen die Sicht der Eltern sowie den familiären Hintergrund angemessen zu berücksichtigen. Die entsprechenden Elternfragebögen wurden den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern am Testtag mitgegeben.
 

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