Ablauf

der NEPS-Studie zur G8-Reform in Baden-Württemberg

Die NEPS-Studie zur G8-Reform in Baden-Württemberg wurde an 48 Schulen, welche in einem Zufallsverfahren ausgewählt worden waren, zu drei Messzeitpunkten durchgeführt. Pro Messzeitpunkt wurden 40 bis 80 zufällig ausgewählte Schülerinnen und Schüler pro Schule um die Teilnahme an der Untersuchung gebeten. Im Frühjahr 2011 wurde der zweitletzte G9-Abschlussjahrgang befragt und im Frühjahr 2012 der letzte G9- und erste G8-Abschlussjahrgang. Im Mai und Juni 2013 wurden erneut 40 zufällig gezogene Schülerinnen und Schüler des zweiten G8-Abschlussjahrgangs um die Teilnahme an der Untersuchung gebeten. Die Erhebungen liefen zu allen Messzeitpunkten identisch ab. 1. Messzeitpunkt: Mai 2011
2. Messzeitpunkt: Mai 2012
3. Messzeitpunkt: Mai/Juni 2013
Die Erhebung fand an einem Vormittag in der Schule statt und dauerte ca. sechs Schulstunden. Schülerinnen und Schüler, die nicht an der NEPS-Studie zur G8-Reform in Baden-Württemberg teilnahmen, wurden in dieser Zeit selbstverständlich schulisch betreut. Im Einzelnen wurden in den Schülererhebungen Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Bereichen Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften betrachtet. Darüber hinaus wurden in einem Fragebogen demografische Angaben (wie Alter, Geschlecht, Herkunftsland und Muttersprache) sowie Auskünfte zum Unterricht, zum Klassenklima, zum Lernen und zu den Interessen und Freizeitaktivitäten der Schülerinnen und Schüler erbeten. Ein weiterer Themenbereich war der familiäre Hintergrund aus Sicht der Schülerinnen und Schüler. Abschließend wurden Informationen zu ihrer Gesundheit und Zufriedenheit erfragt. Um Aussagen über die Auswirkungen der Reform auf den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler treffen zu können, erfragten wir am Schuljahresende auch die Noten der Kursstufe (Jahres‐ und Halbjahreszeugnisse der letzten zwei Schuljahre) sowie die Abiturprüfungsnoten und die Abiturgesamtnote in der Schule und verarbeiteten sie im Rahmen der Studie. Die Erhebungen wurden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des mit der Datenerhebung beauftragten Instituts IEA Hamburg durchgeführt. Weder die Lehrkräfte noch die Schulleitung erhielten Einsicht in die Befragungs- und Testergebnisse, und die Ergebnisse hatten selbstverständlich keinen Einfluss auf die Noten der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Um einen umfassenden Einblick in die Lernumwelt der Schülerinnen und Schüler zu erhalten, wurden auch die Fachleiterinnen und Fachleiter der Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch in die Befragungen eingebunden und zu den Auswirkungen der Reform auf ihr Fach befragt. Darüber hinaus wurden auch die Schulleitungen zur Reform sowie zu strukturellen Rahmenbedingungen befragt.

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